Hühnerfrikassee mit Schwarzwurzeln und Champignons

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Oh Mann, jetzt war es doch ne ganze Weile still auf Main Dinner. Dabei habe ich mir fest vorgenommen, einmal die Woche ein Rezept aus meiner Küche zu verbloggen. Nun gut, ich habe eine Ausrede: Die Grippe. Und ich kann Euch sagen: Die Grippe ist ein A…… (pssst! Nicht zu laut!). Fieber, Schüttelfrost und das volle Programm. Schön ist anders!

Schön die Oma wusste: Bei Grippe und Erkältung hilft eine gute Hühnerbrühe. Aber natürlich nicht aus der Tüte, sonders selbst gekocht. Also hab ich mich aufgerappelt und beim Metzger ein Suppenhuhn gekauft und eine Portion Suppengrün und das gute Vögelchen gemütlich vor sich hinköcheln lassen.

Es soll ja wissenschaftlich bewiesen sein, dass ein ausgekochtes Hühnchen wirklich wahre Wunder bewirkt und die Viren das so gar nicht mögen. Ob’s nun dem Immunsystem geschuldet ist oder tatsächlich dem Huhn kann ich nicht sagen, aber gut getan hat es auf jeden Fall. Doch was macht man mit der ausgekochten Henne?

Die Antwort ist gar nicht so schwer. Tante Liesel macht darauf immer Hühnerfrikassee und das hab ich ihr gleichgetan. Hühnerfrikassee mit Schwarzwurzeln und ChampignonsMild Wildreis, Champignons und Schwarzwurzeln schmeckt das Huhn richtig lecker. Schwarzwurzeln liebe ich, muss ich gestehen. Und sie sind meiner Meinung nach unterschätzt. Bei meiner Oma gab es früher oft Schwarzwurzeln. In der Nachkriegszeit eher eine „Arme-Leute-Essen“, aber dennoch körtlich. Und in so einem Frikassee machen sie sich wirklich bestens.

Zutaten:

Für die Hühnerbrühe:

  • 1 Suppenhuhn von mindestens 1,1 kg
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Liter Wasser
  • 1 Päckchen Suppengrün

Für das Frikassee:

  • 100g Butter
  • 3 EL Mehl
  • 1/2 Zitrone
  • 100ml Sahne
  • 350g Schwarzwurzeln
  • 250g Champignons
  • 1 kleine Zwiebel
  • Salz und Pfeffer
  • 250g Wildreis

Zubereitung:

  1. Zunächst schneidet Ihr die Zwiebel in grobe Würfel und lasst sie zusammen mit dem Huhn in einem großen Topf anschwitzen. Dreht das Huhn dabei mehrfach um.
  2. Gießt das Wasser dazu. Rührt mit einem Kochlöffel um, damit sich der dunkle Bodensatz löst.
  3. Schneidet das Suppengrün in Würfel und gebt es in den Topf.
  4. Deckt den Topf halb ab und lasst das Huhn für etwa 3-3 1/2 Stunden seicht vor sich hinköcheln.

Die Brühe könnt Ihr übrigens auch abfüllen und einfrieren und immer verwenden, wenn Ihr Hühnerbrühe braucht. Oder aber so trinken, wenn Ihr grippig seid. Ich habe sie nicht weiter gewürzt, das kann man handhaben wie man will.

Die Brühe kommt aber nun im Frikassee zum Einsatz. Hühnerfrikassee 4-2

  1. Teil das gekochte Suppenhuhn in zwei Hälften und löst das weiße Fleisch heraus.
  2. Putzt die Champignons und schneidet sie in Scheiben.
  3. Die Schwarzwurzeln werden geputzt und geschält und in kochendem Wasser gegart bis sie gut durch sind. Es ist nicht schlimm, wenn sie noch etwas Biss haben. Sie haben im Frikassee nochmal die Chance ein wenig nachzugaren. Wer sich die Mühe nicht machen will, kann auch fertige Schwarzwurzeln im Glas verwenden.
  4. Schmelzt die Butter in einem Topf und bereitet aus der flüssigen Butter und 3 EL Mehl unter ständigem Umrühren eine Mehlschwitze zu. Gießt unter Umrühren etwas mehr als einen halben Liter Hühnerbrühe hinzu. Lasst das ganze köcheln bis die Soße die von Euch favorisierte Konsistenz hat.
  5. Hackt die kleine Zwiebel und bratet sie in etwas Öl in einer Pfanne glasig an. Gebt die Champignons dazu und lasst sie, gewürzt mit Pfeffer und Salz in der Pfanne anbraten.
  6. Die angebratenen (ausgelassenen) Champignons gebt Ihr nun zur Soße.
  7. Schneidet das Hühnerfleisch in Würfel und gebt es ebenfalls dazu.
  8. Auch die Schwarzwurzeln werden in Stücke geschnitten und zum Rest gegeben.
  9. Schmeckt das Frikassee mit dem Saft einer halben Zitrone, sowie Salz und Pfeffer ab.
  10. Während das Frikassee bei sanfter Hitze noch etwas köchelt, bzw. zieht, kocht Ihr den Wildreis.
  11. Lasst den Wildreis gut abtropfen und gebt ihn dann zum Frikassee.
  12. Umrühren, fertig. Hühnerfrikassee mit Schwarzwurzeln und Champigons

Lecker! Viel Spaß beim Nachkochen

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